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Heilklima-Wandern am UNESCO Weltkulturerbe

Am 24.  März 2012 wird offiziell das Heilklima-Wanderwegenetz im UNESCO Weltkulturerbe “Oberharzer Wasserwirtschaft” eröffnet.

Zuerst stellt ihr euch sicherlich die Frage “Heilklima-Wandern? Was ist das überhaupt?

Nun, beim Heilklima-Wandern startet man zu Beginn mit einer leichten Wanderung und steigert sich dann im weiteren Verlauf der darauf folgenden Wanderungen. Auf den Wanderungen führen Sie leichte Übungen im Gelände durch, bei denen vor allem das Gleichgewicht trainiert wird. Ziel dieser Art des Wanderns ist eine Stärkung der Ausdauer, die durch stetige Wanderungen immer weiter gefördert werden kann. Bei regelmäßigen Klimawandern erlangt der Körper eine solide Widerstandsfähigkeit und ist somit auch weniger anfällig für Krankheiten.

Zur feierlichen Eröffnungsveranstaltung des Heilklima-Wanderwegenetzes am 24. März um 11.00 Uhr in Altenau lädt die Kurbetriebsgesellschaft zusammen mit der Bergstadt Altenau alle Interessierten am „Heilklima-Portal“  am Parkplatz der KRISTALL Therme „Heißer Brocken“ auf dem Glockenberg in Altenau ein.

Auf 12 neu ausgewiesenen, klassifizierten Heilklima-Wanderwegen mit einer Gesamt-Streckenlänge von 105,4 km haben Wanderer und gesundheitsbewusste Urlauber jetzt die einzigartige Möglichkeit, die herrliche Natur des Oberharzes und die gewaltigsten Zeugnisse des UNESCO Weltkulturerbes zu erkunden und gleichzeitig ihrer Gesundheit Gutes zu tun. Der zentrale Einstieg ins Weltkulturerbe ist das neu entstandene „Heilklima-Portal“ direkt an der KRISTALL Therme Heißer Brocken in der Bergstadt Altenau im Oberharz.

Alle 12 Heilklima-Routen werden außerdem in einer neuen Heilklima-Wanderbroschüre detailliert beschrieben, die ab sofort in der Tourist-Information Altenau und den übrigen Tourist-Informationen Oberharz erhältlich ist. Die Ausschilderung und die Broschüren zum Heilklima-Wanderwegenetz im UNESCO Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft wurden außerdem gesponsert von der GLC Glücksburg Consulting AG und der Fa. Globetrotter Ausrüstung aus Hamburg.

Nach der Eröffnung haben am Samstag alle Besucher Gelegenheit, mit der Heilklimatherapeutin eine kleine Heilklimawanderung mit Erläuterungen zur Heilklimatherapie zu unternehmen. Informationsstände, eine Nordic Walking Schnupperrunde im DSV Nordic aktiv walking Zentrum sowie eine musikalische Umrahmung runden das Programm ab.

NDR untertage in der Einhornhöhle

Am Mittwoch, 20. März, strahlt das NDR Fernsehen um 18 Uhr in der Reihe “NaturNah” eine Dokumentation über die Einhornhöhle und die einzigartige Naturlandschaft der Harzer Dolomiten rund um die Höhle aus.

Die Einhornhöhle befindet sich ca. 1,5 km nördlich der Ortschaft Scharzfeld und liegt im Gebiet der sogenannten Brandköpfe, die dort ein Plateau bilden, das 150 Meter über der Talsohle des Odertals liegt. Sie besteht aus rund 270 Millionen Jahre altem Gestein, welches über Jahrtausende durch die allmähliche Verwitterung das Höhlensystem entstehen lies. Heute ist die Einhornhöhle die größte begehbare Höhle des Westharzes und erstreckt sich über eine Gesamt-Ganglänge von über 600 m.

Im Winter ist die Höhle Rückzugsort für seltene Tiere, im Sommer Ausflugsattraktion für die Besucher des Harzes. Als Highlight gilt hierbei die “Blaue Grotte”, die ihren Namen aufgrund des blauen Nebels trägt, der an heißen Tagen die Höhle füllt.

Diese Dokumentation gibt dem Zuschauer aber auch einen Einblick in die Forschungsaktivitäten der Geologen, die untertage erfolgreich nach Tierknochen und weiteren vorzeitlichen Schätzen suchen. So konnte durch ihre Arbeit beispielsweise die Existenz von Neandertalern nachgewiesen werden.

Ab dem 24. März beendet die Einhornhöhle die Winterpause, in der sie ausschließlich den heimischen Tieren wie Dachs, Fledermaus und Co vorbehalten war und ist dann wieder für Besucher zugänglich. Ab 10 Uhr finden dann wieder stündlich Führungen durch die Einhornhöhle statt.

Weitere Informationen zum Urlaub im Harz:

Der Harzer Hexenkessel – Walpurgis im Oberharz

Wenn am 30. April wieder aus allen Himmelsrichtungen die Hexen auf ihren Besen und Mistgabeln in den Harz geflogen kommen, ist es Zeit, ein rauschendes Fest zu feiern. In dieser Nacht, der Nacht der Nächte, versammeln sich die Hexen am “Blocksberg”, um sich dort mit dem Teufel zu vermählen.

Zur Walpurgisnacht versammeln sich die Hexen der Sage nach auf dem Hexentanzplatz bei Thale. Von dort aus treten Sie auf Besen, Mistgabeln und anderen Fluggeräten gemeinsam die Reise zum Brocken an, wo das eigentliche Hexenfest stattfindet. Hier angekommen, beginnt das rauschende Fest, bei dem alle Hexen in einem großen Kreis, mit dem Rücken zueinander, um das Feuer herum tanzen und anschließend dem Teufel den Hintern küssen. Nach dieser Zeremonie lassen sich die Hexen mit dem Teufel vermählen, worauf dieser ihnen das sogenannte Hexenmal zeichnet und ihnen dadurch die magischen Kräfte verleiht.

Seinen Ursprung findet die Walpurgisnacht aber in weit vorchristlicher Zeit, es ist ein Fest germanischen Ursprungs. Denn die alten Germanen feierten mit zahlreichen Opfergaben den Beginn des Frühlings und das Ende des Winters. Hierbei wurden dann auch mit Hilfe von Verkleidungen, Masken und vor allem Feuer alle bösen Geister vertrieben.

Nun wird es Zeit, dass auch wir wieder am 30. April rauschende Feste feiern und die Wintergeister in die Flucht schlagen, um so Platz für den Frühling zu machen.

So feiern wir mit allen Besuchern im Harz Walpurgis zum Beispiel im “Hexenkessel Altenau” mit viel Tanz, Musik und Vielem mehr ab 17.00 Uhr. Aber auch in der schönen Bergstadt Sankt Andreasberg wird das Ende des Winters gebührend gefeiert: Die große Open-Air Walpurgis Party freut sich ab 20.00 Uhr auf euren Besuch. Auch die Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld hält natürlich eine Walpurgis-Party für alle Besucher bereit.

Nationalpark Harz ist “Deutschlands schönstes Naturwunder” 2011

Traumhafte Landschaft mitten in Deutschland – Der Harz ist Deutschlands schönstes Naturwunder!

Die Heinz Sielmann Stiftung hat bereits zum dritten Mal das schönste Naturwunder Deutschlands gesucht – und gefunden! Und zwar bei  uns im Harz, zum zweiten Mal. Denn auch schon im Jahr 2010 ging der Titel zu uns in den Harz.

An dem großen Online-Voting beteiligten sich vom 24. Juni bis 12. September rund  18.000 Teilnehmer, von denen 21 % der Meinung waren, dass der Harz den Titel verdient hat. Zu Recht, denn der Nationalpark Harz ist ein wahres Naturerlebnis. Der Nationalpark Harz liegt im Länderdreieck Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit einer 24.700 Hektar großen Fläche ist er das größte Naturschutzgebiet Deutschlands, das länderübergreifend ist.

Vor allem jetzt im Herbst, auch bekannt als “Harzer Indian Summer“, wenn Laub- und Nadelbäume der Harzer Wälder in einem traumhaften Farbenspektrum erstrahlen, ist die Landschaft des Harzes erst recht ein Naturwunder. In dieser magischen Zeit lädt die Harzer Natur zu traumhaften Spaziergängen ein, bei denen Sie die Brunftrufe der Harzer Rothirsche durch die Wälder schallen hören und die romantische Stimmung genießen können.

Durchgesetzt hat sich der Nationalpark Harz gegen 23 Konkurrenz-Landschaft in ganz Deutschland. Mit einem sicheren Vorsprung hat der Nationalpark Harz den Nationalpark Bayrischer Wald und den Nationalpark Kellerwald-Erdsee auf die Plätze 2 und 3 verwiesen.

Tolle Tipps für Wandern im Nationalpark Harz gibt’s auf www.oberharz.de

Die 11. Harzer Hirschrufmeisterschaften stehen an: Ein Profi verrät Tipps & Tricks!

Bürgermeister Schärf bei den Hirschrufmeisterschaften 2009

Vom 23. bis 25. September finden in Sankt Andreasberg wieder die Hirschbrunft-Erlebnistage statt. Im Rahmen dieses Wochenendes erwartet euch als Highlight die 11. Harzer Hirschrufmeisterschaft am 24. September! 

Um euch für diesen Sport zu begeistern, habe ich exklusiv für euch den Bürgermeister unserer schönen Oberharzer Bergstadt Sankt Andreasberg, Herrn Bürgermeister Schärf, interviewt, damit er uns als Profi dieser Disziplin wichtige Einsteiger-Tipps giben kann.

Schaut euch seine Tipps an und nehmt unbedingt am 24. September teil an diesem außergewöhnlichen Wettkampf. Den Gewinnern winken attraktive Preisgelder:

  • 1. Platz 300 €
  • 2. Platz 100 €
  • 3. Platz  50 €

Sehr geehrter Bürgermeister Schärf, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen und uns einen kleinen Einblick in das Leben eines Hirschrufers geben.
Wie sind Sie dazu gekommen bei den Harzer Hirschrufmeisterschaften teilzunehmen?

Ich bin etwas außerhalb von Sankt Andreasberg im Wald aufgewachsen. Mein Vater war sehr naturverbunden und konnte selbst den Hirschruf gut nachahmen. So war es ganz normal, dass wir als Kinder und Jugendliche während der Brunft versucht haben die Hirsche mit Gießkannen anzulocken. Dies gelang manchmal auch ganz gut. Später war es immer ein interessantes Erlebnis, wenn man mit jungen Damen einen Abendspaziergang zum “Hirschebrüllen” machte und z.B. mit einer Pappröhre einen Hirsch heran locken konnte. Der urige Schrei hat etwas Furchterregendes und bei der Größe des Tieres mit einem Gewicht von bis über 300 Kilo ist das auch kein Wunder. Die Damen suchten dann schnell Schutz. Versuche mit einem Weizenbierglas, erstmals in einer Kneipe praktiziert, waren erfolgreich. Vor allem bei den Lachern, aber auch in der Natur bei den Hirschen. Bei einem Besuch der Messe “Pferd und Jagd” in Hannover, konnte ich die Deutschen Meisterschaften der Hirschrufer verfolgen. “Was die können, kannst du auch”, sagte ich mir und so nahm ich an den nächsten Deutschen Meisterschaften teil und wurde Vierter. Wieder in Andreasberg kam ich mit anderen Andreasbergern die Idee auf, “Harzer Hirschruf Meisterschaften” zu veranstalten und als guter Gastgeber muss man dabei sein.

Da haben Sie natürlich Recht! Was waren denn Ihre größten Erfolge und schönsten Moment bei den von Ihnen initiierten Harzer Hirschrufmeisterschaften?

Der größte Erfolg war ein zweiter Platz hinter dem mehrfachen Deutschen Meister und das schönste Erlebnis war, als bei einer der ersten Veranstaltungen sieben Fernsehsender und mehrere Journalisten vom Hörfunk und der schreibenden Presse vor Ort waren.

Da erlangt die Veranstaltung ja wirklich überregionale Bedeutung, toll. Welches Equipment eignet sich Ihrer Meinung nach besonders um einen Hirsch in der Brunft nachzuahmen?

Jedes Gerät, welches die Luftröhre verlängert und den Ton verstärkt. Es gibt industriell hergestellte verschiebbare Röhren aus verschiedenen Materialien. Papp- oder Plastikrohre von ca. 3-4 cm sind gut geeignet. Ausgehöhlte große Rinderhörner haben einen guten Klang aber auch Tritonmuscheln sind sehr gut. Weizenbiergläser gehen auch.

Das ist ja schon mal ein guter Tipp für Neueinsteiger. Vielleicht verraten Sie uns noch wie Ihr Training aussieht, damit wir auch eine Chance gegen die „alten Hasen“ haben?

Da ich das Hirsche-Rufen nicht als Jäger professionell betreibe, übe ich nicht sehr viel. Ich rufe ein paar Tage vor dem Wettkampf, um meine Stimme daran zu gewöhnen. Guter Single Malt Whisky zwei Wochen vorher jeden Abend eine halbe Flasche soll auch helfen. Habe ich aber noch nicht probiert.
Anfänger sollten mithilfe von erfahrenen Brunftjägern ihre Erfahrungen sammeln. Es gibt auch Tonträger oder Beispiele bei youtube. Einfach so im Wald probieren sollte man nicht, da man aus Unerfahrenheit das Wild leicht verjagt. Auch Wanderungen unter Führung im Brunftrevier können helfen. Entscheidend für einen guten Hirschruf ist aber die lange Erfahrung und die genaue Ausführung des geforderten Rufes bei einem Wettkampf.

Haben auch Frauen die Chance auf Teilnahme und Erfolg oder ist dies eine eher männliche Disziplin?

Es ist, aufgrund der tiefen Stimmlage, eher eine Disziplin für Männer. Aber bei den letzten Deutschen Meisterschaften hat auch eine Frau mit gemacht und dies nicht mal schlecht. Leider kann sie an der Harzer Meisterschaft nicht teilnehmen.

Schade, ein geschlechterübergreifender Wettkampf wäre sicher spannend zu beobachten. Haben Sie „Ihren Ruf“ denn schon einmal in der freien Natur unter „realen Bedingungen“ getestet? Wenn ja, mit welchem Ergebnis?

Natürlich, nur so kann man´s richtig lernen. Vor zwei Jahren habe ich einen Platzhirsch bis auf ca. 10 Meter heran gelockt. Er dachte ich sei ein Nebenbuhler und war dementsprechend zornig. Leider war der Baum an dem ich lehnte, nicht zum Raufklettern geeignet. Glücklicherweise habe ich nicht so schlecht gerochen wie ein Brunfthirsch und als er Witterung von mir bekam ist er geflüchtet.

Da können wir ja von Glück sprechen und uns freuen, dass es so glimpflich ausging! Wie lange dauert es überhaupt von ersten Rufversuchen, bis einem wirklich Hirschkühe hinterher laufen?

Wenn das so einfach wäre, wäre ich vermutlich nicht verheiratet. Der Ruf wirkt nicht auf die holde Weiblichkeit. Er dient lediglich zur Abschreckung des Gegners, um einen Kampf zu vermeiden. Der Schrei gilt also dem Nebenbuhler.

Interessant, wir haben viel aus diesem Interview gelernt, vielen Dank! Nun noch eine letzte Frage: Warum sollte jeder Besucher des Oberharzes an diesem außergewöhnlichen Wettstreit teilnehmen?

Weil ein solcher Wettkampf viel Spaß macht und weil man nette Leute kennen lernt, neue Erfahrungen sammelt und bei der nächsten Party damit unheimlich glänzen und vielleicht die Mädels doch beeindrucken kann.

Vielen Dank für dieses Interview, wir drücken Ihnen die Daumen, dass Sie sich beim Wettkampf im September den Meistertitel holen können!